Montag, 2. April 2012

Ein Tag Pause

Heute musste ich zum Arzt. Was war passiert? Nichts weiter, als dass ich mich irgendwie verrenkt habe und das Gefühl entstand, dass mich die Hexe geschossen hat. Nur heute wurde mir schlecht vor Schmerzen, ich war weiß, wie eine Kalkwand und ich konnte nicht schmerzfrei sitzen.
Also ab zum Arzt. Spritze, Tabletten, einen Tag Ruhe (von mir selbst gewählt).
Und auf dem Rückweg entdeckte ich, dass man die Halle des Bahnhofs Ostkreuz von den Sonnenblenden befreit hatte und ich dadurch durch die Scheiben hindurch den Alex sehen konnte. Die Halle ist wirklich eine stolze Erscheinung.
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Auf der anderen Seite der Kynaststraße ist eine Firma damit beschäftigt, die Altlasten des Glaswerks Stralau zu beseitigen. Es stinkt nach Petroleum. Hier sollen bald neue Häuser hin gebaut werden. Ob es sich da gut wohnen lässt? Auf einem Schild steht, dass es die Kynaststraße 18 ist.
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Anwohnerinformation
Und dann kam ich noch an einer anderen Baustelle vorbei. Am Südufer der Bucht wird seit ca. einem Jahr an der Uferbefestigung gearbeitet. Sie wird jetzt professionell mit Gründung usw. sturmsicher gemacht und verhindert auch, dass aus dem Erdreich weiterer Diesel in die Bucht gelangt. Es stinkt dort immer noch. Jedenfalls habe ich mal durch den Zaun gelugt und traute meinen Augen nicht, als ich dort einen kleinen, (naja so klein ist er auch nicht) Verdichter von allein fahren sah. Oh, dachte ich, kuck mal an, die haben auf dem Bau auch schon modernste Technik. Wenig später sah ich dann, dass das kleine Ding ferngesteuert wurde von einem jungen Mann, der einen Tropfen an der Nase hängen hatte von der Kälte und dem Wind draußen.Coole Sache, finde ich.

Sonntag, 1. April 2012

Es ist Frühling, egal ob kalt oder warm

Nun, nicht nur der meteorologische Frühling (1. März) sondern auch der astronomische (kalendarische)  hat nun mal am 20. März begonnen. Da beißt die Maus nun mal keinen Faden ab.
Auch wenn es draußen vielen Menschen zur Zeit wieder zu kalt ist nachdem es Anfang März ja so schön warm (ich glaube zu warm) war, die Natur macht große Fortschritte und die Tierwelt ist auch on time. Ich habe gestern die ersten Stare auf der Wiese gesehen und die Forsythien blühen ja schon wieder so schön.
Also. Deshalb sollte sich jeder lieber die dicke Jacke anziehen und in die Sonne gehen, auch wenn nur 10°C sind und dazu ein kalter Wind bläst. Der nächste Sommer, in dem dann wieder gestöhnt wird, weil es “viel zu warm” ist kommt bestimmt.
Der Frühling bietet einmalige Farben, Geräusche und Düfte, die man nur in dieser Jahreszeit sehen, hören und riechen kann.
Ich war gestern mal wieder auf Runde (im Uhrzeigersinn) und habe die Wellen auf der Spree beobachtet. Es war ziemlich kalt und windig, aber die Sonne schien und … es war Frühling!
Wind und Wellen

Sonntag, 18. März 2012

Haut ab!

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Naja, was soll das? Erstens bemalt man nicht fremdes Eigentum und zweitens, was soll das heißen – Haut ab?
Was ich mir vorstellen kann ist, dass hier jemand dokumentieren wollte, dass er ein Gentrifizierungsgegner ist. Gegen die Gentrifizierung Berlins zu sein ist okay. Aber hilft es, Wände zu beschmieren? Nein, das hilft sicher nicht. Eigentlich hilft gar nichts dagegen, denn woher kommt Gentrifizierung?
Meiner Meinung nach passiert hier nur das, was in dieser Welt überall geschieht: Das Geld geht dahin, wo es sich vermehrt. “Geld muss arbeiten.” Hier in Form von Immobilien, die von irgend jemandem auf der ganzen Welt gekauft werden, Häuser drauf gesetzt werden und dann weiter verkauft werden. (Viel werden …)
So, und wer hat das Geld, um diese Häuser zu kaufen? In der Regel nicht die Berliner, nein. Es sind Leute, die jung sind, Erfolg haben, unbedingt nach Berlin wollen, Geld haben oder sich leihen. Und diese Leute ziehen hierher, verwässern die Berliner Schnauze, verdrängen sie (ungewollt) in andere Bezirke oder an den Stadtrand und sind deshalb von einigen anderen Leuten nicht gern gesehen. Und deshalb dieses HAUT AB! Kann ich teilweise verstehen.
Denn ich ahne schon, wie es in Stralau weiter geht. Es bleibt ja nicht bei dem “Goldenen Haus”, es genügt ja nicht das “Heritage Garden” und “Wohnen im Flaschenturm”. Oh, das reicht noch lange nicht. Da ist noch viel Platz. Da kann noch viel Geld verdient werden. Das ehemalige Fördergebiet des Senates und Vorzeigobjekt der EXPO 2000 für Ökologisches Wohnen am Wasser wird zu gesiedelt, was das Zeug hält. Geld muss arbeiten.
Ich wohne jetzt seit 1998 dort. Damals fuhr noch kein Bus, es gab keine Parkplatznot, keine Hundescheiße (in meinem Mietvertrag sind Haustiere verboten), kein Grillen auf dem Balkon, keine Nächte langen Orgien auf Balkonen (ich muss dann mit geschlossenem Fenster schlafen), keine Tapes an den Häuserwänden, … Ich war auf der Insel der Glücksseligen. Das ist schon lange vorbei.
Ich habe mal die aktuellen Baustellen fotografiert (Goldenes Haus ist nicht dabei). Hier geht es demnächst zur Sache. Und auf der Hauptstraßenseite kommt es auch noch ganz dicke. Ich muss kein Prophet sein, um vorher zu sagen, wo das alles hin führt. Es wird einmal eine Insel der Reichen und Schönen geben, wo die Daimler, BMWs und Ferraris parken, wo kein Berliner mehr wohnt (ich ziehe ja auch mal weg), wo die Polizei streift, um den Besitz zu schützen, wo Parkvignetten verkauft werden und Parkraumbewirtschaftung herrscht. Und viel später noch werden dann hier auch die Gucci-Joop-Versace-Ferrari-Nike-Shops öffnen, damit niemand mehr “in die Stadt” fahren muss.
Ich hör jetzt auf. Schwärzer kann ich nicht malen.
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Samstag, 11. Februar 2012

Vergessen …

… den kleinen Elefant mit nach Hause zu nehmen (schreit da nicht ein Mädchen nach ihrem Lieblingskuscheltier?)
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… dass sie mitten auf dem Wasser steht (es gibt Weißen Winzerglühwein, was immer das für eine Brühe ist)IMAG0028-1
… dass morgen schon wieder Sonntag ist (und das zu kurze Wochenende schon wieder vorbei)
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… wie warm die Sonne im Sommer scheinen kann (aber der nächste kommt bestimmt)
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Sonntag, 5. Februar 2012

Kinder, wie die Zeit vergeht …

Bin ich tatsächlich schon vier Monate nicht hier gewesen?
Jetzt aber …
Das wird sich wieder ändern, denn ich möchte ja ab und zu mal zurück blicken können und mir anschauen, was es so gab in meiner kleinen Welt.
Seit Oktober habe ich also den sonnigen November, Weihnachten und den Jahreswechsel, den warmen Winter und den Kälteeinbruch nicht kommentiert. Das ist schlecht. Jetzt ärgert mich das schon ein bissel. Aber gut, lass gut sein, Willi …
Heute morgen stand auf unserem Außenthermometer -12°C. Das gab’s ja schon lange nicht mehr. In der Abendschau werden sie wieder von einem neuen Rekord sprechen, fürchte ich. Vielleicht haben sie sogar Recht. Ich weiß nicht mehr genau wie kalt es im vergangenen und dem Winter davor war. Wir vergessen zu schnell – aber, was das auch wichtig? Auch in den vergangenen Wintern haben sie die Toten in Europa gezählt, die Obdachlosen und im Schnee erstickten. Und was hat sich geändert? Nur die Zahl. Bisher in diesem Winter sollen es schon 250 sein. Je höher die Zahl, desto spektakulärer? Hilft das den Toten was? Nein.
Nun gut. Zurück zum Ausgangspunkt. Minus zwölf. Schade, dass die Sonne nicht scheint. Sonnenschein und Schnee passen ja auf Fotos gut zusammen. Trotzdem beschlossen wir, mal vor die Tür zu gehen. Da waren es noch -9°C. Die Bucht ist zugefroren und die Leute erfreuen sich wie in den letzten beiden Wintern wieder daran. Unter dem  Schnee findet man eine 20 – 30cm dicke Eisdecke, mit und ohne Luftblasen. Es ist glatt, weil der Schnee noch ganz locker ist. Wir gingen wieder (schon fast Tradition) zur leuchtend roten Boje, machten Fotos und gingen weiter, um eine geeignete Stelle zu finden, um wieder ans Ufer zu kommen. Denn nach 45 Minuten hatten wir genug von der Kälte.
Zu Hause erwartete uns schön warmer Yogi Tee. Nun, dieser Sonntag ging wieder so schnell vorbei. Ich freue mich schon auf den kommenden. Mal sehen, was dann das Wetter macht.
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Luftblasen im Eis
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